5 karibische Geister aus Rhapsodie der Schatten und was du über sie wissen musst
DU WARST GERADE MIT FREUNDEN IN EINER BAR. Es war ein lustiger, denkwürdiger Abend, doch jetzt ist es spät geworden – oder solltest du besser „früh“ sagen. Müde und etwas beschwipst machst du dich auf den Weg nach Hause. Eine angenehme Brise vertreibt die klebrige Hitze der Nacht und du genießt die Stille um dich herum, als du den auf den kleinen Pfad in Richtung deiner Unterkunft einbiegst. Nur das Knirschen des Sandes und der kleinen Kiesel unter deinen Füßen ist zu hören. Hier erleuchtet nur der helle Mond deine Umgebung.
Etwas raschelt im hohen Gras neben dir. Du schaust dich um, doch da ist nichts. Ein unangenehmes Gefühl beschleicht dich und du beschleunigst ganz automatisch deinen Schritt. Ist da noch jemand? Da ist doch noch ein paar Füße, ganz deutlich hörst du sie hinter dir. Ohne dich umzudrehen läufst du immer schneller und schneller – du kannst dein Herz in den Schläfen spüren. Nur nach Hause!

Da! Du erreichst die türkis gestrichene Holztür, deren Lack langsam zu splittern beginnt, stößt sie auf, stürzt hindurch und knallst sie hinter dir zu. Du bist in Sicherheit! Oder doch nicht? Bewegt sich da nicht ein Schatten langsam um das Haus? Geduckt schleichst du zum Fenster und spähst hinaus. Hoffentlich bleibst du unentdeckt! Und da siehst du sie, ein paar glühend-rote Augen starren dich aus der Dunkelheit an. Was auch immer es ist, es hat dich entdeckt…
Hier erfährst du von 5 Geisterwesen, die in Rhapsodie der Schatten eine Rolle spielen und dich vielleicht aus der karibischen Nacht anstarren könnten. Du erfährst alles, was du über sie wissen musst und natürlich auch, was du tun solltest, wenn du einem von ihnen begegnest!
Du hast schon einen Verdacht, wer dir auflauert und willst nur schnell wissen, wie du deine Haut retten kannst? Dann spring hier schnell zu deinem Wesen:

1. Duppies – Die unruhigen Seelen der Karibik
Duppies sind eine der bekanntesten und gefürchtetsten Geisterarten in der karibischen Folklore, wobei es sich dabei eigentlich um einen Überbegriff handelt. Diese unruhigen Seelen sind in der Kultur von Jamaika, Barbados, Trinidad und anderen karibischen Inseln weit verbreitet und können verschiedenste Gestalten annehmen.
Der Begriff „Duppy“ stammt wahrscheinlich aus dem westafrikanischen Wort Adope oder Dapaa, was Zwerg, Geist oder oder Schattengestalt bedeutet. In einigen Regionen, insbesondere in Trinidad, wird der Begriff „Duppy“ auch durch „Jumbie“ ersetzt, ein weiterer Ausdruck für einen bösartigen Geist oder eine übernatürliche Erscheinung.

Die Bedeutung und Erscheinung von Duppies
Duppies sind die Geister von Verstorbenen, die ihren Frieden nicht finden konnten oder aus anderen Gründen in der Welt der Lebenden verweilen. Sie sind oft mit negativen Eigenschaften und unvollendeten Angelegenheiten verbunden und werden in der Regel als bösartig oder störend betrachtet. In vielen Geschichten erscheinen sie als schattenhafte, gespenstische Wesen oder als unheimliche Gestalten, die in der Nacht erscheinen, um Angst und Schrecken zu verbreiten.
Die Erscheinungsformen der Duppies können variieren, aber sie werden oft als unsichtbare Wesen beschrieben, die nur durch ihr unangenehmes Gefühl oder ihre unheimliche Präsenz spürbar sind. Manchmal erscheinen sie auch in menschlicher Form, jedoch mit unheimlichen oder grotesken Z?gen, die ihre unruhige Natur widerspiegeln oder sie nehmen die Gestalt von Tieren, zum Beispiel Stieren, Katzen, Ziegen, Hunden und anderen, an.
Afrikanische Wurzeln und Einflüsse
Die Vorstellung von Duppies ist eng mit den afrikanischen spirituellen Traditionen verbunden, die durch den transatlantischen Sklavenhandel in die Karibik gebracht wurden. In Westafrika gibt es zahlreiche Traditionen und Glaubenssysteme, die sich mit den Geistern der Verstorbenen beschäftigen. Diese Geister sind oft Teil eines umfassenderen Systems von Ahnenverehrung und spirituellen Praktiken, bei denen die Verbindung zu den Vorfahren eine zentrale Rolle spielt und die auch in den Glaubenssystemen wie Vodou oder Obeah im Mittelpunkt steht.
Die westafrikanischen Kulturen, insbesondere die Yoruba, Akan und Ewe, haben tief verwurzelte Überzeugungen in Bezug auf die Welt der Geister und die Bedeutung der Ahnenverehrung. Es wird geglaubt, dass die Seelen der Verstorbenen eine aktive Präsenz in der Welt der Lebenden haben können. Diese Überzeugungen wurden durch die Sklaven, die während der Kolonialzeit in die Karibik gebracht wurden, in die Region eingeführt und mit lokalen Traditionen vermischt.
In der Karibik nahmen diese afrikanischen spirituellen Konzepte neue Formen an, als sie sich mit europäischen und indigenen Glaubensvorstellungen vermischten. Die Duppies repräsentieren eine Fusion von afrikanischen Vorstellungen von unruhigen Geistern mit lokalen Karibik-Mythen und -Legenden. Diese Mischung führte zu einer einzigartigen Darstellung von Geistern, die sowohl die Ängste als auch die spirituellen Überzeugungen der karibischen Bevölkerung widerspiegelt.
Duppies in der Karibischen Kultur
In der karibischen Folklore gibt es viele Geschichten und Traditionen, die sich um Duppies drehen. Diese karibischen Geister sind oft mit einem Gefühl von Gefahr und Bedrohung verbunden, und es gibt zahlreiche Ratschläge und Rituale, die den Menschen helfen sollen, sich vor ihnen zu schätzen. Es wird oft gesagt, dass Duppies in der Nähe von Orten erscheinen, die als geheimnisvoll oder verflucht gelten, wie alte Friedhöfe, verlassene Gebäude oder abgelegene Wälder. Sie können sich aber auch in der Stadt oder auf einsameren Wegen rund um Siedlungen aufhalten.
Um sich vor Duppies zu schützen, nutzen die Menschen verschiedene traditionelle Methoden. Eine der häufigsten Schutzmaßnahmen besteht darin, bestimmte religiöse oder spirituelle Symbole zu verwenden, wie zum Beispiel Kreuzzeichen oder spezielle Schutzamuletten. Auch das Verbrennen von bestimmten Kräutern oder das Ausführen von Schutzritualen kann helfen, die Präsenz von Duppies abzuwenden. In vielen Gemeinschaften gibt es auch spezielle „Duppy-Exorzisten“, die auf die Vertreibung dieser Geister spezialisiert sind und Rituale durchführen, um sie zu vertreiben.
Je nach Erscheinung gibt es aber auch andere Dinge, die man durchführen kann, um sich zumindest Zeit zur Flucht zu verschaffen. Einige Duppies leiden unter einer Art Zählzwang, viele haben eine Aversion gegen rote oder verkehrt getragene Kleidung oder können an Kreuzungen aufgehalten werden. Dazu aber später noch mehr.
Duppies sind nicht nur ein Element der Folklore, sondern auch ein Ausdruck der kulturellen Identität der Karibik. Sie verkörpern die Ängste und Hoffnungen der Menschen und bieten eine Möglichkeit, sich mit den komplexen Fragen von Leben, Tod und dem Jenseits auseinanderzusetzen. Die Geschichten und Traditionen rund um Duppies sind ein wichtiger Teil des kulturellen Erbes der Karibik und zeigen, wie tief die afrikanischen Wurzeln in der karibischen Kultur verankert sind.

Beispiele für Duppies: Rolling Calf und Whooping Boy
Innerhalb der Welt der Duppies gibt es verschiedene spezifische Erscheinungen und Typen, die jeweils ihre eigenen einzigartigen Eigenschaften und Geschichten haben. Alle zu beschreiben, würde hier den Rahmen sprengen, doch ich möchte hier zwei Beispiele der jamaikanischen Folklore vorstellen, die als besonders gefährlich gelten.
Whooping Boy
Der Whooping Boy ist eine der unheimlichsten Erscheinungen unter den Duppies. Viele Jamaikaner schwören, sein Geheul in den Bergen gehört zu haben oder ihm sogar begegnet zu sein, wobei sie in diesem Fall Glück hatten, mit dem Leben davon gekommen zu sein. Er wird als ein Geisterkind beschrieben, das in der Dunkelheit lautstark wimmert und weint. Sein lautes, klagendes Weinen ist so durchdringend, dass es den Schlaf der Lebenden stören kann.
Es wird erzählt, dass es sich dabei um die Seele eines Kindes handelt, das zu Lebzeiten seinen Spaß daran hatte, Menschen auf Pfaden im Wald aufzulauern und sie zu erschrecken. Als jedoch eines seiner „Opfer“ vor Schreck an einem Herzinfarkt starb, beschloss der Bub den Körper des Mannes verschwinden zu lassen. Dabei soll er selbst einen tödlichen Unfall gehabt haben. Seitdem streift er durch die Wälder Jamaicas und erscheint dort den Lebenden in Form eines tanzenden oder auch lachenden Kindes. Man sagt, eine Begegnung mit ihm endet oft tödlich, denn er zieht einen mit sich in den Wald.
Manchmal reitet er auch auf einem brennenden Pferd, das schneller ist, als alles Bekannte. Gegen die beiden hat man wenig Chancen, denn die Verteidigungsstrategien, die gegen andere Duppys helfen, scheinen hier machtlos zu sein. Sein einziger Feind ist das Mondlicht, besonders der Vollmond.
Rolling Calf
Das Rolling Calf – die Seele eines schlechten Menschen, meist ein Fleischer, wird als großer, kräftiger Stier beschrieben, dessen Kopf und Körper in entstellender Weise verdreht sind. Aus seinen Augen steigen Flammen auf, und in seinem Rücken stecken die Beile und Messer die die Seele zu Lebzeiten anderen durch Verrat und Lügen symbolisch in den Rücken gestochen hat. Ihr Geruch ist so stark, dass man sie schon von sehr weit weg riechen kann. Flammender Geifer tropft ihm aus dem Maul und es besitzt nicht nur übermenschliche Kräfte sondern auch unglaubliche Schnelligkeit.
In dieser Form ist das Rolling Calf ist die Urgewalt der karibischen Folklore, doch es kann, ähnlich dem Lagahoo auch andere Gestalten annehmen, wobei die dreibeinige Ziege öfter vorkommt, die Katze allerdings die gefürchtetste ist.
Es bewegt sich durch die Landschaft, während er unheilvolle Geräusche von sich gibt, die wie das Rasseln von Ketten oder das Quietschen von Scharnieren klingen. Diese Geistererscheinung ist dafür bekannt, die Lebenden zu erschrecken und oft in der Nähe von Friedhöfen oder verlassenen Orten zu erscheinen. Das Rolling Calf ist besonders für die Menschen gefährlich, die kriminell oder falsch gehandelt haben. Ihnen lauert es auf, versperrt ihren Weg und jagt sie durch die Nacht.
Trifft man es gibt es mehrere Möglichkeiten es aufzuhalten und sich dadurch etwas Zeit zu verschaffen. Wie auch der Whooping boy hat das Rolling Calf Angst vor dem Mond – auch vor einer Spiegelung davon. Es ist außerdem einer der Duppies mit ausgeprägtem Zählzwang. Fallen gelassene Gegenstände – wie zum Beispiel Reiskörner, Salz, aber auch alle anderen kleinen Objekte – muss es zählen. Wer eine Peitsche hat, ist auf die Butterseite gefallen, denn dieser Geist fürchtet sich davor und nimmt reiß aus (dabei sollte die Waffe in der linken Hand gehalten werden).
Eine weitere Möglichkeit, die man versuchen kann, ist schneller als der Geist die Straße zu überqueren. Es wird (vielleicht) nicht folgen. Und – last but not least – kann man ein Messer (am Besten eines mit doppelter Klinge) in den Boden rammen. Besonders geeignet sind hier Kreuzungen. Das Rolling Calf kann diese Stelle nicht überqueren.
Wenn dir diese beiden Wesen besonders gut gefallen, dann empfehle ich dir meine nächstes Buch: Chroniken des Unbekannten: Finstere Gassen, dunkle Wälder. Die erste Kurzgeschichte Der Whoopingboy erwacht, kannst du exklusiv als Dankeschön für den Eintrag in meinen Newsletter vorab lesen! Auch die nächsten Beiden Wesen wirst du in diesem Buch finden…

2. Lagahoo – Der furchterregende Gestaltwandler der Nacht
Der Lagahoo, auch als „Werwolf der Karibik“ bekannt, ist eine schreckliche Gestaltwandler-Kreatur, die sowohl in den Legenden von Trinidad und Tobago, als auch in Haiti beheimatet ist. Ähnlich seinem europäischen Verwandten kann er eine menschliche Form annehmen und sich so bei Tag unerkannt bewegen. Bei Nacht zeigt sich seine gefährliche Seite. Als kopfloser Mensch schleppt er einen Seelen-Sarg mit drei brennenden Kerzen an dicken Ketten hinter sich her, die man in der Dunkelheit hinter sich hören kann. Kommt er näher, schwingt er seine Peitsche.
Der Lagahoo kann sich aber auch in ein Tier, oft einen Wolf oder schwarzen Hund verwandeln. In dieser Form jagt er seine Opfer – denn er ist hungrig. Allerdings ist er nicht so wählerisch wie sein europäischer Cousin: er ernährt sich von Blut und Leber, wobei er sowohl mit Menschen als auch mit Tieren Vorlieb nimmt. Doch nicht jeder, der ihm begegnet, erkennt sofort die Gefahr – oft tarnt er sich geschickt und greift erst im letzten Moment an. Es heißt, um ihn zu erkennen muss man sich den Tränenstein eines Hundes in die Augen reiben und dann durch ein Schlüsselloch schauen. (Ich persönlich würde das nicht ausprobieren, aber ja – wer mag…)
Begegnet man einem Lagahoo hat man eigentlich nur eine Chance: man muss ihn 9 Tage lang mit einem in Weihwasser und Salböl getränkten Stock schlagen. Dabei nimmt er alle unterschiedlichen Formen an, in die er sich verwandeln kann, bis er sich am Schluss in eine Welle aus Wasser verwandelt und verschwindet.

3. Old Higue – Die Vampirische Hexe und ihre düstere Jagd
Die Old Higue (auch Ol’Haig oder Soucouyant) ist eine vampirische Hexe, die in Trinidad und Tobago, Dominica, Guadalupe, Jamaika, Guyana, und auch Haiti und Suriname bekannt ist, wobei sie regional in unterschiedlicher Form auftritt.
Tagsüber eine alte, gebrechliche Frau, zieht sie nachts zieht sie ihre Haut ab und verwandelt sich in ein fliegendes, glühendes Licht oder, in der jamaikanischen Tradition, in eine Eule. Als Licht kann sie durch Ritzen und Schlüssellöcher in die Häuser ihrer Opfer eindringen, wo sie deren Blut – besonders das von Säuglingen – trinkt, um deren Lebenskraft zu erhalten. Auch hier unterscheidet sich die Old Higue auf Jamaika, denn diese Hexe saugt den Atem derer aus, die sie überfüllt.
Es wird erzählt, dass diese Hexe auch einen Pakt mit dem Teufel oder anderen dunklen Mächten geschlossen hat, bei dem sie Blut gegen Macht tauscht.
Ein gängiger Schutz gegen die Old Higue besteht darin, Reis um das Haus zu streuen, da sie gezwungen ist, jeden einzelnen Reiskorn zu zählen, bevor sie eintreten kann. Säuglinge kann man Schützen, indem man ein engmaschiges Sieb oder ähnliches über ihr Bettchen hängt, denn auch hier muss sie die Löcher zählen und wird so aufgehalten.
Wer es schafft, ihre abgelegte Haut zu finden, die sie gerne in hohlen Kürbissen oder auch Truhen versteckt, kann sie mit Salz (oder Pfeffer) bestreuen, sodass sie sie – je nach Tradition – nicht mehr anziehen kann und stirbt, oder auch durch das so entstehende Jucken in den Wahnsinn getrieben wird. Besonders Schnelle können versuchen, den Schlüssel im Schlüsselloch zu drehen, während sie durchschlüpfen möchte und sie so zu fangen.

4. River Mumma – Die Geheimnisvolle Herrin der Gewässer
In den Tiefen der Flüsse und Bäche, wo das Wasser kalt und ruhig ist lebt die River Mumma – Mutter der Flüsse und aller Fische, die darin leben. Besonders gern hält sie sich im Schatten des Kapokbaums (Silk Cotton Tree, Ceiba), wo Farne und andere Pflanzen in das tiefblaue Wasser hängen.
Man sagt, sie ist eine wunderschöne Frau mit Fischschwanz – ähnlich einer Meerjungfrau – die manchmal auftaucht, und sich auf einem Felsen ihre dunklen, langen Haare mit einem goldenen Kamm kämmt. Doch sieht man sie, sollte man sie nicht einmal anschauen – geschweige denn berühren, denn ihr Zorn ist schrecklich. Sie kann Menschen in Trance versetzen, und sie in die Tiefe locken oder ziehen.
Legenden über sie sind oft mit der Geschichte des goldenen Tischs verbunden, der von den Spaniern in einem der Flüsse versenkt worden sein soll und der nun von ihr bewacht wird. Auch er steigt an die Oberfläche und soll, genauso wie ihr zurückgelassener Kamm, besonders gierige Menschen dazu verleiten sich dem Fluss zu nähern. Doch niemand hat es je geschafft, ihn aus dem Wasser zu ziehen. Stattdessen werden sie mitsamt aller verwendeten Hilfsmittel in den Fluss gezogen, wo sie jämmerlich ertrinken. Wer der River Mumma aber ein Opfer bringt, dem ist sie gewogen.

5. Douen – Die Geisterkinder, die in den Schatten lauern
Rufe draußen nie den Namen deines Kindes, denn die Douen werden ihn verwenden, um dein Kind in von dir weg zu locken. Sie sind unheimliche Geisterkinder, die in den Wäldern und an Flussufern der Karibik ihr Unwesen treiben. Der Legende nach sind Douen die Seelen ungetaufter Kinder sind, die zu früh gestorben sind.
Auf den ersten Blick wirken sie wie Kinder, doch bei genauerem Hinsehen bemerkt man, dass sie deformierte Füße haben, die nach hinten zeigen – ein Kennzeichen, dass auch bei einigen anderen Duppies zu sehen ist und das es schwierig macht, sie und die entführten Kinder zu finden. Meist sind sie nackt, bis auf ihre großen Hüte, die ihr Gesicht verbergen, denn sie haben keine Augen oder Nase, nur einen kleinen Mund.
Nicht immer werden sie als böse dargestellt, manchmal wollen sie nur Gesellschaft anderer Kinder oder sie möchten die Eltern bitten, sie – statt ihrer eigenen Kinder – zu adoptieren. Man kann nicht wirklich etwas gegen sie unternehmen, außer Vorsicht walten zu lassen. Sie waren übrigens unter den ersten Ideen, die ich für Rhapsodie der Schatten hatte.

Ein Blick in die Schattenwelt der Karibik
Die Geister der Karibik sind faszinierende und beängstigende Wesen, die die reiche kulturelle und spirituelle Geschichte der Region widerspiegeln. Ob in Mythen, in der Rhapsodie der Schatten oder im täglichen Leben – sie erinnern uns daran, dass das Unbekannte oft näher ist, als wir denken. Indem wir diese Geschichten erforschen und verstehen, gewinnen wir Einblick in die tief verwurzelten Ängste, Hoffnungen und Glaubensvorstellungen der karibischen Völker.
Möchtest du wissen, wie ich diese Wesen in meinem Buch umgesetzt habe? Rhapsodie der Schatten lässt diese faszinierenden Legenden in einer modernen Erzählung lebendig werden! Eine zweite Auflage des Taschenbuchs ist schon geplant – und du kannst dich unverbindlich von mir erinnern lassen.
Wenn du nicht genug von Karibischen Wesen bekommst, abonniere meinen Newsletter für regelmäßige Updates zu meinen Büchern und interessanten Themen. Als Dankeschön bekommst du exklusiv vorab die erste Kurzgeschichte meines nächsten Buchs „Chroniken des Unbekannten: Finstere Gassen & Dunkle Wälder“, in der ein Schattenkrieger den Kampf gegen ein tödliches Geistwesen im Wiener Stadtpark antritt.

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